• Das DPNW fordert in Krisenzeiten unbürokratische Lösungen für psychotherapeutische Behandlungen am Telefon. Eine sichere Verbindung in jeder Hinsicht.

    BildDie Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband haben am 24. März Sonderregelungen beschlossen, die Videobehandlungen von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten unbegrenzt erlauben. Klingt auf den ersten Blick ganz gut, bedeutet aber für viele Patienten eine Katastrophe.

    Gerade die Corona-Risikogruppe der älteren Menschen in unserer Gesellschaft haben häufig nicht die Kenntnisse oder die Technik, um eine Videokonferenz durchzuführen. Der schnelle Griff zum Telefonhörer hingegen, ist jedem geläufig. Eine sichere Verbindung in jeder Hinsicht.

    Vielen Therapiebedürftigen ist der Zugang zum Behandler verwehrt. Ob es an mangelhaften Internet-Verbindungen im ländlichen Raum liegt oder an fehlender technischer Ausstattung von Kindern und Jugendlichen, die in Heimen leben. Vielen Menschen, die gerade in dieser kritischen Zeit Hilfe suchen, werden unüberbrückbare technische und bürokratische Hürden auferlegt.

    Dieter Adler, Vorsitzender des DPNW sagt dazu: „Viele unserer Patienten haben seit Wochen keine Sprechstunde mehr besuchen können. Sie rufen verzweifelt bei uns an und brauchen mehr denn je unsere Hilfe. Wenn ich dann sage: Moment, ich gebe Ihnen einen Link, dort müssen Sie sich einwählen, dann können wir per Video sprechen, halten die Leute mich für verrückt. Ich habe Sie doch am Telefon!“

    Die Diskussion im Deutschen Psychotherapie Netzwerk ist sehr rege und viele Behandler stellen verzweifelt fest, dass sie ihre Patienten nicht stabilisieren können. Das ist eine frustrierende und gefährliche Erfahrung zugleich. Gefährlich deshalb, da viele der psychischen Patienten in die Notaufnahme der Krankenhäuser strömen – auch ohne konkrete Corona-Symptome – und mit ihren Erkrankungen, wie Panikattacken, die Betten und Behandlungszeiten blockieren. Die rund 30.000 kassenärztlich zugelassenen Psychotherapeuten wollen ihren Beitrag leisten, um dies zu verhindern. Allerdings fehlen die Mittel zur Umsetzung. Wer hätte das gedacht, das Telefon ist die Lösung. Erste Erfahrungen mit Selbstzahlern zeigen gute Ergebnisse der Telefon-Therapie.

    Für die Nutzung von Videosprechstunden benötigen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten die Lizenz eines zertifizierten Videodienstanbieters. Zusätzlich müssen die Video-Sprechstunden bei der Kassenärztlichen Vereinigung angemeldet werden. Dann ist für den virtuellen Psychotherapeuten-Patienten-Kontakt für beide Beteiligten eine Internetverbindung und ein Endgerät mit Kamera, Mikrofon und Lautsprecher erforderlich. Wie kaum verwunderlich, kommt es aktuell bei der Bestellung von PC-Kameras zu längeren Lieferzeiten. Zudem raten Internetexperten derzeit dazu, dass Netz nicht unnötig mit Video-Übertragungen zu belasten. Die Lösung liegt auf er Hand.

    Der Diplom-Psychologe Dieter Adler stellt abschließend fest: „Es ist doch keine Frage, dass ein persönlicher Kontakt zum Patienten besser ist als alles andere. Das wissen wir und praktizieren wir seit Jahren. In der aktuellen Situation müssen wir aber umdenken. Es kann nicht sein, dass wir uns durch unbedachte bürokratische Regelungen, die Möglichkeit zum zwischenschlichen Kontakt und zur hilfreichen Therapie nehmen. Es gibt keinen vernünftigen Grund hierfür. Lassen sie uns, den Menschen jede erdenkliche Hilfe geben, die aktuelle Situation zu meistern und sich psychologisch stabil darauf einzustellen.“

    Über den Verband
    Das „Deutsche Psychotherapeuten Netzwerk – Kollegennetzwerk Psychotherapie“ (DPNW) wurde am 02.05.2019 in Bonn gegründet. Es hat rund 1.300 Mitglieder und 12.000 Abonnenten seines Freitags-Newsletters. Damit ist der DPNW drittgrößter Berufsverband im Bereich Psychotherapie. Der Vorstand besteht aus: 1. Vorsitzender: Dipl.-Psych. Dieter Adler, 2. Vorsitzende: Dipl.-Psych. Claudia Reimer, Kassenwart: Dipl.-Psych. Robert Warzecha.
    Internetseite: dpnw.info

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    Deutsches Psychotherapeuten Netzwerk verurteilt Ausgrenzung älterer Patienten durch Verbot der Telefontherapie

    veröffentlicht am 27. März 2020 in der Rubrik Presse - News
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