• Drei eTalk-Vorträge auf der virtuellen CIMT Jahrestagung, 10. bis 12. Mai 2021

    Unternehmensmitteilung für den Kapitalmarkt

    Planegg/Martinsried (10.05.2021) – Die Medigene AG (Medigene, FWB: MDG1, Prime Standard), ein Immunonkologie-Unternehmen mit klinischen Projekten fokussiert auf die Entwicklung T-Zell-gerichteter Krebstherapien, präsentiert heute auf der 18. Jahrestagung der Association for Cancer Immunotherapy (CIMT), die vom 10. bis 12. Mai 2021 stattfindet, neue Daten zu Komponenten ihrer präklinischen Programme, die auf die Entwicklung zukünftiger T-Zell-Rezeptor-modifizierter T-Zell (TCR-T) -Therapien gegen solide Krebserkrankungen abzielen. Die drei eTalk-Vorträge finden Sie auf der Website von Medigene: www.medigene.de/technologien/abstracts

    Komponente 1: Proprietäre neue T-Zell-Rezeptoren (T cell receptors, TCRs), die auf neuartige tumorspezifische Antigene abzielen und potenzielle TCR-T-Therapiekandidaten für soliden Krebs sind

    Die Identifizierung neuartiger Tumor-spezifischer Antigene (TSAs) als Ziele für T-Zellen ist ein wichtiges Ziel bei der Entwicklung effektiver und sicherer Krebsimmuntherapien. Wie Medigene kürzlich bekannt gegeben hat, wurden zehn neuartige Tumor-spezifische Peptide identifiziert, die aus nicht-kodierenden Bereichen des Genoms von Tumorzellen stammen und von TCRs erkannt werden können. Diese „immunogenen“ Peptide waren in Tumoren von mehreren Patienten mit soliden Krebserkrankungen unterschiedlichen Ursprungs (einschließlich Eierstock-, Brust- und Lungenkrebs) vorhanden, wurden aber in Zusammenarbeit mit der Universität Montréal in gesundem Gewebe nicht nachgewiesen.

    Bis heute hat Medigene mehr als 20 TCRs von T-Zell-Klonen isoliert, die diese neuartigen TSAs erkennen und das Potenzial haben, TCR-T-Therapiekandidaten der nächsten Generation zu werden. Deren funktionelle und sicherheitstechnische Charakterisierung ist im Gange, wie im aktuellen eTalk vorgestellt.

    Komponente 2: Medigenes induzierbarer TCR (iM-TCR) – Ein Feinsteuerungssystem zum Ein- und Ausschalten von TCR-T-Zellen
    Das iM-TCR-System könnte es Ärzten ermöglichen, unerwünschte Nebenwirkungen einer TCR-T-Therapie zu vermeiden oder eine laufende Immunreaktion feinabzustimmen. Dies ist Teil der Arbeit von Medigene, um Sicherheit und Funktionalität von modifizierten T-Zellen für den adoptiven Transfer in Patienten zu gewährleisten.

    Das iM-TCR-System steuert den Grad der Expression eines eingeschleusten TCRs auf der Oberfläche von T-Zellen und regelt damit, wie aktiv die TCR-T-Zellen sind. In Anwesenheit des entsprechenden Medikaments werden die TCRs, die die iM-TCR-Signatur enthalten, auf die T-Zell-Oberfläche gebracht; ohne das Medikament werden sie von der Oberfläche herunterreguliert und neue TCRs werden nur bei erneuter spezifischer Medikamenteninduktion ersetzt. Die An- oder Abwesenheit des Medikaments bestimmt also das Aktivitätsniveau der TCR-T-Zellen, was dem Arzt potenziell die Möglichkeit gibt, die TCR-T-Aktivität nach Bedarf ein- und auszuschalten.

    Die Wissenschaftler von Medigene zeigen im eTalk, dass iM-TCR-exprimierende Zellen durch die Dosis und den Zeitpunkt der Medikamenten-induzierten Expression eng kontrolliert werden können, was eine Feinsteuerung der Aktivität von TCR-T-Zellen ermöglicht.

    Komponente 3: TCR-4 + PD1-41BB Switch-Rezeptor – Verstärkte Abtötung von soliden Tumorzellen
    Solide Tumore wachsen heimlich, verstecken sich vor dem Immunsystem und entziehen sich T-Zell-Angriffen, indem sie Mechanismen wie die Expression des Checkpoint-Moleküls PD-L1 auf ihrer Oberfläche nutzen. Medigene hat den PD1-41BB Switch-Rezeptor entwickelt, der das von PD-L1 gesendete Off-Signal der Tumoren in ein Aktivierungssignal für die TCR-T-Zellen umwandelt.
    Im eTalk zeigen die Wissenschaftler von Medigene, dass das Hinzufügen des PD1-41BB Switch-Rezeptors zu TCR-T-Zellen deren metabolische Fitness und die Abtötung von Tumorzellen erhöht, wie anhand von TCR-4, Medigenes führendem TCR-Kandidaten gegen solide Tumore, gezeigt wurde. TCR-4 ist ein nicht-mutierter TCR, der von einem gesunden Spender isoliert wurde und im Kontext von HLA-A2 spezifisch ein Peptid erkennt, das vom PRAME-Protein stammt. TCR-T-Zellen, die nur TCR-4 exprimieren, haben bereits eine starke präklinische in vitro- und in vivo-Effektivität gezeigt. Das Hinzufügen des PD1-41BB Switch-Rezeptors verbessert die zelltötenden Funktionen und die metabolische Fitness der TCR-Ts weiter, ohne unspezifische Toxizitäten hervorzurufen.

    Prof. Dolores Schendel, Vorstandsvorsitzende und Wissenschaftsvorstand bei Medigene: „Unsere Hochdurchsatz-Plattform für funktionales T-Zell-Screening identifiziert effizient T-Zellen und ihre TCRs gegen eine Vielzahl von potenziellen Zielantigenen. Die Identifizierung neuartiger TSAs aus nicht-kodierenden Regionen des Genoms erweitert die Palette der Krebsantigene, die Medigene als Ziel für ihre Immuntherapien nutzen kann. Wir können auch das Risiko unspezifischer Toxizität von tumorspezifischen TCR-T-Zellen durch eine enge Kontrolle der TCR-Oberflächenexpression mit unserem iM-TCR-System begrenzen. Insbesondere glauben wir, dass Werkzeuge wie unser PD1-41BB Switch-Rezeptor es unseren TCR-T-Zellen ermöglichen werden, die Tumor-Evasion vor Immunangriffen zu überwinden, ohne dass es zu potenziellen Nebenwirkungen kommt, wie sie zum Beispiel bei der Verwendung von systemischen PD-1/-L1-Blockern auftreten.
    Wir sind begeistert, wie der phänomenale Fortschritt unserer Technologieprogramme unsere TCR-T-Therapien in Richtung solider Krebsindikationen vorantreibt. Unsere Ansätze könnten die klinische Sicherheit und Wirksamkeit von TCR-T-Therapien gegen Medigenes einzigartige Tumor-spezifische Zielmoleküle verbessern.“

    — Ende der Pressemitteilung —

    Über Medigene
    Die Medigene AG (FWB: MDG1, ISIN DE000A1X3W00, Prime Standard) ist ein börsennotiertes Biotechnologieunternehmen mit Hauptsitz in Planegg, Ortsteil Martinsried bei München. Mit wissenschaftlicher Expertise arbeitet Medigene an der Entwicklung innovativer Immuntherapien zur Steigerung der T-Zell-Aktivität gegen solide Krebserkrankungen in Bereichen mit hohem ungedecktem medizinischem Bedarf. Erste Produktkandidaten befinden sich in der klinischen Entwicklung.

    Medigene verfolgt die Strategie, eigene Therapieansätze bis zum klinischen Machbarkeitsnachweis voranzubringen. Zudem bietet das Unternehmen auf Basis seiner unternehmenseigenen Technologieplattformen ausgewählten Partnern Möglichkeiten zur Entdeckung und Entwicklung von Therapieansätzen an. Im Gegenzug dazu erwartet Medigene Vorab- und Meilensteinzahlungen sowie Erstattung von Forschungs- und Entwicklungskosten und künftige Umsatzbeteiligungen.
    Weitere Informationen unter www.medigene.de

    Über Medigenes TCR-Ts
    Im Mittelpunkt von Medigenes Therapieansätzen stehen T Zellen. Mit Hilfe von Medigenes Immuntherapien sollen die körpereigenen Abwehrmechanismen des Patienten aktiviert und T Zellen für den Kampf gegen Tumorzellen bereitgemacht werden. Medigenes Therapien zielen darauf ab, körpereigene T Zellen des Patienten mit Tumor-spezifischen T Zell-Rezeptoren (T cell receptor, TCR) auszurüsten. Die so entstandenen TCR-Ts sollen dadurch in die Lage versetzt werden, Tumorzellen zu erkennen und effizient zu zerstören.

    Dieser immuntherapeutische Ansatz versucht die bestehende Toleranz gegenüber den Krebszellen und die Tumor-induzierte Unterdrückung einer Immunantwort im Patienten zu überwinden. Hierfür werden die T Zellen des Patienten außerhalb des Körpers aktiviert, mit Tumor-spezifischen TCRs gentechnisch modifiziert und anschließend vermehrt. Damit kann eine große Anzahl an spezifischen T Zellen, die den Tumor bekämpfen können, für Patienten innerhalb kurzer Zeit verfügbar gemacht werden.

    Über Medigenes PD1-41BB Switch-Rezeptor
    Checkpoint-Inhibition über den PD1-PDL1 Signalweg: Es ist bekannt, dass solide Tumorzellen speziell von aktivierten T-Zellen abgetötet werden können. Die Tumorzellen können diesen Angriffen entkommen, indem sie hemmende Moleküle auf ihrer Oberfläche exprimieren, so genannte „Checkpoint-Proteine“ wie den „Programmed Death Ligand 1“ (PD-L1). In diesem Fall werden T-Zellen inaktiviert, die PD-1, den natürlichen Rezeptor für PD-L1, exprimieren. Die Expression von PD-L1 durch Tumore stellt also einen adaptiven Immunresistenzmechanismus dar, der zum Überleben und Wachstum von Tumoren führen kann.

    Der co-stimulatorische Signalweg über 4-1BB: Eine effektive Immunreaktion von T-Zellen auf Antigene erfordert typischerweise, dass neben der primären Stimulation durch das Antigen über den T-Zell-Rezeptor (TCR) auch co-stimulatorische Signale empfangen werden. Die intrazellulären Signaldomänen des 4-1BB-Proteins bieten einen gut charakterisierten Weg zur positiven Verstärkung der T-Zell-Reaktionen.

    Der PD1-41BB Switch-Rezeptor von Medigene macht sich die Bindung von PD-1 auf den T-Zellen an PD-L1 auf Tumoren zunutze. Im Switch-Rezeptor wurde die hemmende Signaldomäne von PD-1 durch die aktivierende Signaldomäne von 4-1BB ersetzt. Infolgedessen leitet der Switch-Rezeptor anstelle des normalerweise hemmenden Signals via PD-1 ein aktivierendes Signal an die TCR-T-Zellen weiter. Dadurch können sich die PD1-41BB-modifizierten TCR-T-Zellen in Gegenwart von PD-L1-positiven Tumorzellen stark vermehren und bei wiederholter Exposition eine stärkere Abtötung der Tumorzellen vermitteln. Außerdem verbessern die durch den Switch-Rezeptor übermittelten Signale auch die metabolische Fitness von TCR-T-Zellen und ermöglichen ihnen eine bessere Funktionalität trotz niedrigem Glukosespiegel oder hohen Mengen des immunsuppressiven Faktors TGFß – beides Merkmale, die typisch für eine stark feindselige Umgebung um den Tumor herum sind.

    Über PRAME
    PRAME (PReferentially expressed Antigen in MElanoma) ist ein Tumorantigen aus der Familie der Krebs-Testis-Antigene, das in verschiedenen soliden Tumoren überexprimiert wird. Die Expression in gesundem Gewebe ist auf den Hoden beschränkt, der selbst ein immunprivilegiertes Gewebe ist, das normalerweise nicht von körpereigenen Immunzellen angegriffen werden kann. Dadurch eignet sich PRAME sehr gut als Zielantigen für TCR-T Therapien.
    Diese Mitteilung enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese spiegeln die Meinung von Medigene zum Datum dieser Mitteilung wider. Die von Medigene tatsächlich erzielten Ergebnisse können von den Feststellungen in den zukunftsbezogenen Aussagen erheblich abweichen. Medigene ist nicht verpflichtet, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren. Medigene® ist eine Marke der Medigene AG. Diese Marke kann für ausgewählte Länder Eigentum oder lizenziert sein.

    Kontakt
    Dr. Gary Waanders, Dr. Anna Niedl
    Tel.: +49 89 2000 3333 01
    E-Mail: investor@medigene.com

    Falls Sie die Zusendung von Informationen über Medigene zukünftig nicht mehr wünschen, bitten wir um eine entsprechende Mitteilung per E-Mail (investor@medigene.com), wir werden Sie dann von unserer Verteilerliste streichen.

    (Ende)

    Aussender: Medigene AG
    Adresse: Lochhamer Straße 11, 82152 Planegg/Martinsried
    Land: Deutschland
    Ansprechpartner: Medigene PR/IR
    Tel.: +49 89 2000 3333 01
    E-Mail: investor@medigene.com
    Website: www.medigene.de

    ISIN(s): DE000A1X3W00 (Aktie)
    Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt; Freiverkehr in Stuttgart, Freiverkehr in München, Freiverkehr in Hamburg, Freiverkehr in Düsseldorf, Freiverkehr in Hannover; Freiverkehr in Berlin, Tradegate

    Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

    Medigene AG
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    Lochhamer Strasse 11
    82152 Martinsried
    Deutschland

    email : r.mayer@medigene.com

    Die Medigene AG ist ein börsennotiertes Biotechnologie-Unternehmen mit Hauptsitz in Martinsried bei München.

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    Medigene AG
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    Medigene AG: Medigene präsentiert neue Daten zu Komponenten von TCR-T-Therapien bei soliden Krebserkrankungen auf dem CIMT

    veröffentlicht am 10. Mai 2021 in der Rubrik Presse - News
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